Windkraftanlagen und tote Vögel
Wenn Windkraftgegner auf die getöteten Vögel durch Windkraftanlagen hinweisen, kommen immer Argumente, oft von der EE-Lobb nahestehenden Organisationen gesteuert, mit dem Verweis auf andere Ursachen mit viel mehr Todesopfer.
Schauen wir uns die anderen Verursacher an:
Glasscheiben: angeblich kommen an Glasscheiben bis zu 80 Millionen Vögel zu Tode.
Tatsache ist, an Glasscheiben kommen, so traurig das ist, fast ausschließlich kleine Vögel mit sehr hohen Reproduktionsraten um.
Tatsache ist, man könnte das Glas irgendwie für Vögel sichtbar machen und das Problem wäre gelöst.
Stromleitungen: angeblich kommen viele Vögel an Stromleitungen um.
Tatsache ist, das kommt durch Schutzmaßnahmen an den Masten, in Deutschland kaum noch vor. Im Ausland sieht das anders aus, aber das können wir nicht ändern.
Katzen: ja, Katzen fangen Vögel. Verwilderte Katzen benötigen sie sogar um über die Runden zu kommen. genau wie die Vögel sich oft von Würmern und Insekten ernähren, benötigen verwilderte Katzen auch eine Nahrungsquelle. Und machen wir uns nichts vor, einen gesunden Vogel zu erwischen, ist auch für eine Katze ein eher schwieriges Unterfangen. Darum sind es meist ältere, kranke, aber auch Jungvögel, die sie erwischen.
Abschuss: Ja, auch durch Abschuss kommen Vögel, nicht nur Vögel um. Allerdings sind die Vögel, bis auf ganz wenige Arten, geschützt. So handelt es sich bei den abgeschossenen Vögel um Straftaten. Gegen kriminelle Ernergie kommt man núr schlecht an.
Straßenverkehr: Ja, sicher kommen Vögel auch im Straßenverkehr um, da sie oft die Geschwindigkeit nicht einschätzen können. Aber es kommen auch Vögel im Straßenverkehr um, wenn sie schon verunfallte andere Tieropfer auf der Straße fressen wollen. Aber es stellt sich die Frage: können wir in unserer Zeit, wo alles auf den motorisierten Straßenverkehr abhängig ist, auf Autos und LKWs verzichten? Und ja, auch Züge kollidieren mit Vögel und anderen Tieren. Ein echtes Dilemma.
Aber nun zu den Windkraftanlagen: Windkraftanlagen werden von den meisten Vögeln gemieden. Doch einige Arten meiden Windkraftanlagen nicht. Warum? Bisher war es deren Lebensraum und in ihrem Lebensraum kam bisher in 100 m Höhe, kein Rotorblatt mit hoher Geschwindigkeit von oben angerast. Und die Hauptbetroffenen Arten sind dazu genau die, die im Fluge jagen bzw. den Boden nach Beute absuchen. Genau das verstärkt das Problem in der Nähe der Windkraftanlagen, denn auch kleinere, von Menschen kaum auffindbare Vögel werden zu Opfern der Windkraftanlagen. So bieten, unterhalb der Windkraftanlagen, Rotmilan und Co einen oft reichlich gedeckten Tisch. Und angelockt von diesen gedeckten Tisch, werden sie, genau wie auf der Straße, dann selbst zum Opfer.


