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Die Grafik zeigt
, den in Kalenderwochen benötigten Strombedarf und stellt diesem, der Stromerzeugung aus Windkraft und PV gegenüber.

 

Analyse der Stromversorgung 2025: Warum installierte Leistung keine Versorgungssicherheit garantiert

Regelmäßig postuliert eine Armada von Lobbyisten der Erneuerbaren Energien (EE) und die ihnen nahestehenden Institute neue Rekordzahlen. Am liebsten werden dabei Jahreserträge herangezogen. Doch Jahreswerte sagen faktisch nichts über eine funktionierende, sekunden- und bedarfsgerechte Stromversorgung aus. Wenn wir hier von EE reden, meinen wir die volatilen Erzeuger Windkraft und Photovoltaik (PV).

Das fundamentale Problem der Volatilität

Photovoltaik ist und bleibt für die dunklen Stunden des Tages ein Totalausfall für die Stromversorgung. Das ändert sich auch nicht durch eine noch so hohe installierte Leistung. Sobald es dämmert – und das geschieht in Europa aufgrund der geografischen Lage fast zeitgleich – meldet sich die PV-Produktion ab. Während die Tagesproduktion stark von der Bewölkung abhängt, ist nachts heute und für alle Ewigkeit keine Stromproduktion mittels PV möglich. Das ist physikalischer Fakt, weshalb wir zwingend zuverlässig abrufbare Kraftwerksleistung im Hintergrund bereithalten müssen.

Bei der Windkraft verhält es sich ähnlich unzuverlässig. Jeder, der schon einmal einen Drachen steigen lassen wollte, weiß: Es gibt Tage mit völliger Flaute und Tage, an denen einem die Schnur fast aus der Hand gerissen wird. Naturgesetze lassen sich nicht durch politische Zielvorgaben ändern.

Die Auswertung: 15-Minuten-Daten statt Jahresdurchschnitt

Um die Realität abzubilden, habe ich die Produktionsdaten des Jahres 2025 in 15-minütiger Auflösung analysiert (Datenquelle: Prof. Dr. Burger, energy-charts.info). EE-Befürworter behaupten oft, niedrige Einspeisungen seien nur „kurze Momente“. Meine Auswertung der wöchentlichen Erträge im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf zeigt jedoch ein anderes Bild.

Was uns die Grafik verdeutlicht:

  • Der Bedarfs-Unterschied (Graue Balken): Hier erkennt man deutlich die saisonalen Schwankungen. Der Strombedarf liegt im Sommer bei ca. 9,0 TWh und steigt im Winter auf bis zu 11,5 TWh pro Woche an.

  • Die Erzeugung (Grüne Balken): Die wöchentliche Strommenge aus Wind und PV schwankt extrem. Den höchsten Produktionsanteil verzeichneten wir in der 24. Kalenderwoche.

  • Die Durchschnittsfalle: Die rote gestrichelte Linie markiert die durchschnittliche Erzeugung (ca. 2,9 TWh), die schwarze Linie den mittleren Bedarf (ca. 10 TWh). Doch Durchschnittswerte versorgen keinen Haushalt und keine Industrie. Es kommt auf die bedarfsgerechte Leistung an – und hier scheiden Wind und PV systembedingt aus.

Die Illusion der Skalierung

Natürlich können diese Anlagen CO₂-freien Strom erzeugen, wenn das Wetter mitspielt. Dies hat die Bürger jedoch bereits hunderte Milliarden Euro an Subventionen und Netzkosten gekostet. Ob die dadurch angestrebte CO₂-Vermeidung tatsächlich den gewünschten Einfluss auf das Weltklima hat, steht in den Sternen – messbar ist ein solcher Erfolg bislang nicht.

Um die Versorgungslücken mit Speichern ausgleichen zu können, müssten wir eine massive Überproduktion schaffen. Doch was bringt das? Selbst wenn wir die installierte Leistung verdreifachen (3x mehr Windräder und PV-Module), zeigt die mathematische Simulation auf Basis der Realdaten:

  • In einer ertragsarmen Winterwoche (z.B. KW 52) steigt die Deckung des Bedarfs trotz Verdreifachung nur von ca. 4 % auf magere 13 %.

  • Wir produzieren im Sommer gigantische Überschüsse, die wir nicht speichern können, während wir im Winter weiterhin vor dem Nichts stehen.

Fazit: Mehr vom Gleichen löst das Problem der Volatilität nicht. Eine Verdreifachung der Leistung führt im Sommer zu einer unkontrollierbaren Flut an Strom, ändert aber an der existenziellen Mangellage in den Wintermonaten fast nichts.


Diese Grafik zeigt den Strombedarf in 2025 je Kalenderwoche, dazu eine Stromerzeugung bei einer Verdreifachung der PV- und Windstromerzeugung

1. Die benötigte Elektrolyse-Leistung (Die GW-Zahl)

In der Grafik und den Daten sehen wir, dass die Erzeugung in Spitzenzeiten (z. B. sonniger, windiger Mittag im Mai) auf über 250 GW hochschießen würde (3x heutige Spitzenwerte). Da der Bedarf in diesem Moment oft nur bei 45 GW liegt, entsteht eine Leistungsspitze von über 200 GW, die „entsorgt“ oder gespeichert werden muss.

  • Der Vergleich: Deutschland plant bis 2030 aktuell mit einer Elektrolyse-Kapazität von 10 GW.

  • Die Realität Ihres 3x-Modells: Sie müssten 200 GW Elektrolyse-Leistung installieren, um den Strom nicht einfach „wegzuwerfen“ (abzuregeln). Das ist das Zwanzigfache der aktuellen Planung.

  • Kosten: Der Bau von 200 GW Elektrolyse-Kapazität würde nach heutigen Schätzungen (ca. 1 Mrd. € pro GW) rund 200 Milliarden Euro allein an Investitionskosten verschlingen – nur für die Geräte, ohne Infrastruktur und Speicherkavernen.

2. Das Problem der Vollbenutzungsstunden (Die Wirtschaftlichkeit)

Ein Industriebetrieb (und ein Elektrolyseur ist eine chemische Fabrik) rechnet sich normalerweise erst ab ca. 4.000 bis 5.000 Betriebsstunden pro Jahr.

Wenn wir diese 200 GW Leistung aber nur dann nutzen, wenn „zu viel“ Wind- und Sonnenstrom da ist, passiert Folgendes:

  • In den Wintermonaten (KW 42 bis KW 05) stehen diese milliardenteuren Anlagen fast komplett still, weil es schlicht keinen Überschuss gibt.

  • Selbst im Sommer laufen sie nur bei passendem Wetter auf Volllast.

  • Ergebnis: Die Anlagen kämen vielleicht auf 1.000 bis 1.500 Stunden im Jahr. Das bedeutet: Der dort produzierte Wasserstoff wäre extrem teuer, weil die Fixkosten der Anlage auf nur wenige Betriebsstunden umgelegt werden müssen.

3. Der Wirkungsgrad-Hammer (Das "2/3-Verschwinden")

Wenn man den Weg über Wasserstoff geht, um die Winterflaute zu retten, schlägt die Physik gnadenlos zu:

  1. Strom zu H2: ca. 30 % Verlust.

  2. Transport/Verflüssigung: ca. 10-15 % Verlust.

  3. H2 zurück zu Strom (Gaskraftwerk): ca. 40-50 % Verlust.

  • Das Ergebnis: Von 3 kWh mühsam im Sommer erzeugtem Überschuss-Strom bleibt im Winter am Ende nur noch 1 kWh übrig.

  • Konsequenz für das Modell: Sie müssten die Überschüsse im Sommer nicht nur speichern, sondern Sie müssten eigentlich dreimal so viel Überschuss produzieren, um das Winterloch zu füllen, weil zwei Drittel der Energie im Speicherprozess „verschwinden“.

Zusammenfassung:

Wir zeigen: Die Strategie „Speichern der Überschüsse“ erfordert eine Industrie-Infrastruktur (Elektrolyseure), die:

  1. In ihrer Leistung (200 GW) alles bisher Geplante um das Zehnfache übersteigt.

  2. Die meiste Zeit des Jahres (besonders im Winter) ungenutzt als totes Kapital herumsteht.

  3. Durch die immensen Umwandlungsverluste den eigentlichen Strompreis für den Endkunden massiv nach oben treibt.

Verbleibt zu verkünden "Wir bauen eine gigantische Überkapazität an Fabriken, die wir nur wenige Wochen im Jahr nutzen können, um am Ende zwei Drittel der Energie beim Speichern zu verlieren."