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Kommunen und Bürger profitieren?

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Die Energiewende im Vogelsberg: Profite für wenige, Kosten für alle?
Ein aktuelles Interview im Lauterbacher Anzeiger mit Björn Köhler, dem Vorstand der Energiegenossenschaft Vogelsberg (EGV), sorgt für Diskussionen. Unter dem Titel „Kommunen und Bürger profitieren“ zeichnet der Artikel ein Bild einer harmonischen, lokalen Wertschöpfung. Doch wer profitiert hier wirklich – und wer zahlt die Zeche? Ein Blick auf die realen Zahlen und Fakten in unserer Region offenbart eine tiefe soziale Schieflage.
Die soziale Realität im Vogelsbergkreis
Während im Interview von Millioneninvestitionen gesprochen wird, sieht die Lebensrealität vieler Menschen im Vogelsbergkreis völlig anders aus. Ein Blick auf die aktuellen Wirtschaftsdaten zeigt:
  • Insolvenzen in Hessen: Steigende Zahlen bei Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen belasten das Land.
  • Bürgergeld im VB-Kreis: Rund 3.700 Menschen (verteilt auf etwa 2.000 Haushalte) sind auf staatliche Unterstützung angewiesen.
  • Arbeitslosigkeit & Wohngeld: Tausende Menschen leben am Existenzminimum oder sind auf Wohngeld angewiesen.
Diese Menschen haben kaum das Geld, um ihren täglichen Lebensunterhalt zu bestreiten. Gleichzeitig finanzieren sie jedoch über ihre alltäglichen Ausgaben (wie die Mehrwertsteuer) und die staatlich subventionierten Strompreise indirekt die Renditen derjenigen mit, die es sich leisten können, in Energiegenossenschaften zu investieren. Bei 20 Millionen Euro an Nachrangdarlehen von rund 2.000 Mitgliedern liegt der Schnitt bei 10.000 Euro pro Kopf. Es erübrigt sich die Frage, wie viele Bürgergeld- oder Wohngeldempfänger wohl unter diesen Investoren zu finden sind.
Zahlen dazu finden Sie hier >  https://statistik.hessen.de/publikationen/hessische-kreiszahlen
Das Märchen von der „lokalen Wertschöpfung“
Es wird gerne behauptet, dass der Ausbau der Windkraft die heimische Wirtschaft ankurbelt. Doch woraus besteht diese Wertschöpfung vor Ort tatsächlich?
  1. Kurzfristige Bauphase: Lokale Tiefbauunternehmen, Steinbrüche und Betonwerke haben während der Bauphase Aufträge. Das ist unbestritten.
  2. Die Montage: Sobald es an den eigentlichen Aufbau der Windkraftanlagen geht, kommt das Personal oft von weit her. Ob am Kopf (Ulrichstein), in Eckmannshain oder auf dem Goldenen Steinrück – Montagekolonnen aus Spanien oder Polen prägen das Bild.
  3. Die Hardware: Die Technologie wird global eingekauft. Auf vielen Anlagenteilen steht „Made in China“.
  4. Der laufende Betrieb: Ist die Anlage erst einmal in Betrieb, entstehen kaum dauerhafte Arbeitsplätze vor Ort. Ein- bis zweimal im Jahr rückt ein externer Wartungstrupp an. Die langfristigen wirtschaftlichen Impulse für die Region bleiben abseits der Pachteinnahmen für wenige Grundstückseigentümer minimal.
Dass die lokalen Medien bei solchen Behauptungen auf kritische Nachfragen verzichten, hinterlässt einen faden Beigeschmack.
Der BASF-Vergleich in China: Bilanzielles Konstrukt statt Realität
Besonders kreativ argumentiert Vorstand Köhler mit dem neuen BASF-Standort im chinesischen Zhanjiang, der angeblich zu 100 % mit erneuerbaren Energien und Speicherlösungen versorgt werde.
Hier wird die Öffentlichkeit jedoch in die Irre geführt. Fakt ist: Das BASF-Werk ist physisch an das ganz normale chinesische Stromnetz angeschlossen und verbraucht damit real den regionalen Strommix – der zu großen Teilen aus fossilem Graustrom besteht. Die „100 % erneuerbar“ sind ein reines bilanzielles Konstrukt. BASF kauft den Strom eines Offshore-Windparks im Südchinesischen Meer auf dem Papier. Da Windkraft jedoch unzuverlässig ist und ein 100-prozentiges Backup benötigt, sichert das fossile Netz den Betrieb. Diese rein bilanzielle Augenwischerei nun als Vorbild für den Vogelsberg zu verkaufen, ist abenteuerlich.
Kommunen an der finanziellen Leine
Wenn Kommunen finanziell systematisch unterausgestattet werden, greifen sie nach jedem Strohhalm – auch nach der Gründung von kommunalen Energie-GmbHs, um Einnahmen durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung zu generieren.
Dass der Markt hier durch politische Vorgaben weitgehend ausgehebelt wurde, spielt den Betreibern in die Karten. Wenn im Interview dann auch noch die Ankündigung weiterer Energieparks und zusätzlicher Windkraftprojekte mitschwingt, droht dem Vogelsberg vor allem eines: ein fortschreitender Schaden für Natur, Landschaft und den sozialen Zusammenhalt.

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Im Jahr 2016 genehmigte das RP Gießen 400.669 Quadratmeter neue Windwahn-Todeszonen

Die gesamte, durch das EEG verursachte Todeszone beträgt in Hessen, (Stand 6 /2017)  7,2 Millionen Quadratmeter

Wo die WindWahnBauwerke
als Dreiarmige Banditen und als Totschläger für Vögel, in Zukunft lauern werden, ist in dieser Karte ersichtlich

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