Ausgeträumt - 100% Ökostromversorgung
nicht auf El Hierro und nie in Deutschland
El Hierro wurde als Beispiel für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung vorgestellt.
Die Auswertung der realen Daten zeigt jedoch: Eine auf Windstrom gestützte Vollversorgung erfordert massive Überkapazitäten bei Erzeugung, Speicherung und Infrastruktur.
Diese Überkapazitäten sind nicht nur technisch aufwendig, sondern wirtschaftlich kaum tragbar und ressourcenintensiv.
Was auf El Hierro im Kleinen sichtbar wird, wirft grundsätzliche Fragen zur Bezahlbarkeit solcher Konzepte im großen Maßstab auf.
siehe auch unsere Artikel aus 2015
Ohne Hilfe unserer Nachbarn müssen wir uns die Kosten der Elektrolyseure bei Verdreifachung von PV und Wind anschauen
Wo immer Ihr wohnt, Windkraft freie Bereiche werden bald der Vergangenheit angehören, wie einst Raubritter, ziehen Projektierer durchs Land und zerstören, wo noch etwas an Natur und Landschaft zu zerstören ist. Unbeschreibliche Gewinne machen es ihnen möglich ihrer Gier freien Lauf zu lassen. Unterstützt von Politikern, die ihnen den Weg ebnen und Marktvorteile für unzuverlässige Produktbereitstellung bieten.
Und hier noch mal eine Auflistung der Probleme auf El Hierro, die in dem Film, ich wollte ihn nicht überfrachten, vielleicht untergehen
Probleme auf El Hierro
- der Jahresbedarf an Strom lag im Jahr 2024 bei 53 GWh
- auf El Hierro liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei 8 m/sec
- bei 8 m/sec beträgt die Leistung einer Enercon E 70 2,3 MW 624 kW
- bei 5 Anlagen sind das ca 3,1 MW
- bei 8760 Jahresstunden werden so ca 8760 x 3,1 =27,150 GWh Strom erzeugt
- mit der Weilburg Verteilung werden das ca 34 GWh
- es fehlen ca 20 GWh Strom an der 100% Ökostromversorgung
- die Pumpleistung beträgt ca 4 MW
- der Strombedarf schwankt im Jahr zwischen 3,5 MW und 8 MW
- bei hohen Windgeschwindigkeiten und bei gleichzeitig niedrigen Bedarf müssen, alles was 4 MW über den Bedarf liegt abgeregelt werden, weil die Pumpleistung ja nur 4 MW beträgt.
- bei vollem Oberbecken wird die Windkraft, mangels Speichermöglichkeiten bei erreichen des Bedarfs abgeregelt.
- Der Pumpspeicher wird nicht zum Ausgleich wegbrechender Windkraft genutzt, sondern bei Wind zur Frequenzhaltung, 1 MW reicht da wohl, damit das Dieselkraftwerk, das sonst die Frequenzstabilisiert, abgeschaltet werden kann.
- da das Pumpspeicherkraftwerk mit Graustrom betrieben wird, zählt die Einspeisung des Speicherwassers nicht zum Ökostrom
- Wenn man mit 11,5 MW Leistung den Bedarf von 53 GWh abdecken möchte, müsste die Anlage mit ihrer Nennleistung 4.600 Volllaststunden haben.
- und mein Schlußsatz: das ganze war von vornherein auf das Abgreifen von ca 50 Millionen Fördergeldern angelegt, denn mir kann keiner erzählen, dass man sich das zuvor keiner durchgerechnet hat

